Tourismus – ein „empathischer Cocktail“

Seit gut einem Jahr bieten auch „Wir“ in unserem Haus „Casa Shania“, Fremdenzimmer an Urlaubsgäste an, außerdem bin ich in der Region Unterwössen- Oberwössen als Wanderführer unterwegs. Es macht wirklich Spaß sich mit Menschen zu umgeben, welche in unserer schönen Heimat ihren Urlaub verbringen. Ob beim täglichen Frühstücks-Service oder bei der gemeinsamen Einkehr auf einer Alm, man erfährt viel über die Gründe, was sich die Gäste bei Ihrem Aufenthalt in der Region wünschen und erwarten. Ich würde dies als wichtige Basisarbeit für einen gesunden Tourismus bezeichnen.

Wie geht’s weiter?

Was kann man dem Gast empfehlen?

Was macht unsere Destination so einzigartig?

Welchen Mehrwert kann ich als Hotelier, als Privatvermieter oder als Gastronom meinen Gästen anbieten?

Eine zweckmäßige Ausstattung an wertigen Unterkünften und eine gute touristische Infrastruktur mit traditionellen gastronomischen Betrieben sind sicher „das Fundament“ einer jeden touristischen Destination.

Die Menschen sind auf der Suche nach Geborgenheit, sie wollen sich wohl fühlen. Dazu gehört einfach ein gutes Bett, ein freundlicher Gastgeber, was gutes zu Essen und zu trinken und eine „schöne Landschaft“. OK, soweit zum absoluten Pflichtprogramm. Jetzt geht es aber zur „Kür“, dort gibt es auch noch wertvolle Punkte für Ausdruck, Innovation, Phantasie, Ideen, musikalische Umsetzung und vor allem empathische Intelligenz einzufahren.

Damit meine ich, es reicht längst nicht mehr aus den Urlaubsgästen einen Schlüssel für ihr 5 Sterne Apartment, nebst Bündel bunter Prospekte in die Hand zu drücken. Das wertvollste Gut von regionalen Anbietern im Fremdenverkehr ist ihre Fachkompetenz in Sachen Heimat. Ihre Verbundenheit, ehrlich gelebte Tradition und Wertschätzung von Natur und Kultur der Region. Das schätzt der Gast, welcher seinen Urlaub in seiner gewählten Destination verbringt. Es gilt mehr denn je, dem Urlauber auf ihn zugeschnittene regionale „Geheimtipps“ schmackhaft zu machen. Ein Gast wird längst nicht nur wegen der landschaftlichen Schönheiten und bekannten Sehenswürdigkeiten, zum zufriedenen Stammgast der immer wieder gerne zurückkommt. Er möchte sich verstanden fühlen, möchte sich mittendrin fühlen und somit Teil des ER-lebten „Urlaubs-Erlebnisses“ werden. Die jeweiligen Anbieter und Dienstleister im Tourismus der Regionen sollten sich genau mit dieser Thematik beschäftigen. Im Web Verzeichnis von Wikipedia wurde auch der Begriff Tourismus ausgiebig definiert.

Wohlfühl Tourismus

Mit diesem Gefühl in der Tasche wird er dann seine Heimreise antreten. Und wieder Zuhause angekommen wird er eben genau diese besonderen Erlebnisse, „SEINE einzigartigen Erlebnisse“, voller Begeisterung an Familie und Freunde weiter erzählen. Und das nicht nur in Gesprächen, sondern insbesondere auch, multimedial aufbereitet, in den verschiedensten sozialen Netzwerken wie Facebook, Youtube, Twitter usw., teilen. Das gehört sicherlich zu den wichtigsten Werkzeugen des „modernen“ Tourismus im Chiemgau, Berchtesgadener Land und der Chiemsee-Alpenland Region.

Und nicht nur im Netz reissen sich die touristischen Mitbewerber um den erholungs- und abenteuersuchenden Urlauber. Die „Noch Schöner- Besser- Billiger-Angebote“ für die vermeintlich „schönsten Tage des Jahres“ sind beinahe unerschöpflich. Das Ziel sollte aber nicht sein, mit diesen Anbietern und deren Angeboten zu konkurrieren, sondern die „Einzigartigkeit“ unserer Region zu erkennen, aufzubereiten und dann entsprechend zu präsentieren.

Ehrlich, Authentisch und das mit einem kräftigen „Schuss Herzblut“,gerührt oder geschüttelt ist dabei egal, das wird sicher das Geheimrezept für den auch in Zukunft beliebtesten „Urlaubscocktail“ in der Tourismus- Branche sein.

Jetzt liegt es an uns, diese „Erlebnis- Schmankerl“ wieder zu entdecken oder dem Gast dazu Projekte mit auf Ihn maßgeschneiderten Reiseinhalten anzubieten. Dazu sollten wir Branchenübergreifend kommunizieren und uns miteinander vernetzen, im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung der Tourismuswirtschaft in der Region.

Private Gastgeber im Chiemgau e.V.

Zum Schluss möchte ich hier auch auf unseren neu gegründeten Verband „Private Gastgeber im Chiemgau e.V.“ hinweisen. Unter der Internetadresse, www.private-gastgeber.de, finden sich Informationen zu unseren geplanten Aktivitäten, Leistungen und Ziele. Die Privatvermieter sind im Tourismus einer der wichtigsten Träger der Wirtschaft in den jeweiligen Regionen. Neben den ortsansässigen Betrieben wie Bäcker, Metzger oder Wirten, partizipieren eben auch Handel und Handwerk an der erfolgreichen privaten Gästebettenvermietung. Am Beispiel Chiemgau wird das besonders deutlich. Rund 60 % der Gästebetten im Chiemgau stehen beiden Privatvermietern, die oft bereits seit Generationen vermieten. Ohne deren Engagement gäbe es die weltweit bekannte Marke „Der Chiemgau“ sicher nicht. Genau in diesem wichtigen Segment der Tourismuswirtschaft findet aber in den letzten Jahren ein massives „Betten sterben“ statt. Wir vom Verband der „Privaten Gastgeber im Chiemgau e.V.“, möchten genau dort ansetzen um diese wichtige Sparte im Tourismus auf verschiedenste Weise unterstützen. Das funktioniert nur mit einem starken Verband und seinen starken Mitgliedern. Wer die Zeichen der Zeit deuten kann, wird darin nicht nur zufriedene Urlaubsgäste sehen, sondern auch den nicht unerheblichen Wirtschaftsfaktor in der Region, den zufriedene private Gastgeber generieren.

Wir freuen uns über jedes neue Mitglied und wünschen uns natürlich auch die Unterstützung aus der heimischen Wirtschaft.

Sonnige Grüße aus dem schönen Chiemgau

Thomas Heim

Private Gastgeber im Chiemgau e.V., Tourismus in der Region,

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